Irmatow pfeift Deutschland vs. Argentinien
Der Usbeke Rawschan Irmatow leitet das Viertelfinalspiel gegen Argentinien. Der Franke Lothar Matthäus soll nach Medienberichten der neue Nationaltrainer Kameruns werden. Die Meldungen im Überblick.
Der usbekische Schiedsrichter Rawschan Irmatow pfeift das WM-Viertelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Kapstadt gegen Argentinien. Der Unparteiische war schon Referee des Eröffnungsspiels zwischen Südafrika und Mexiko (1:1). Wolfgang Stark (Ergolding) wurde vom Weltverband FIFA für die Viertelfinals nicht berücksichtigt. Der einzige deutsche Unparteiische hofft aber dennoch auf einen weiteren WM-Einsatz am Kap. Das Viertelfinalspiel Niederlande – Brasilien wird der Japaner Yuichi Nishimura leiten, die Begegnung Uruguay – Ghana der Portugiese Olegario Benquerenca und die Partie Paraguay – Spanien der guatemaltekische Schiedsrichter Carlos Batres.
Lothar Matthäus soll Fußball-Nationaltrainer Kameruns werden. Das Magazin kicker will aus “zuverlässiger Quelle” erfahren haben, dass der deutsche Rekord-Nationalspieler die Nachfolge von Paul Le Guen antreten werde. Der Franzose hatte nach dem Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft in Südafrika seinen Rücktritt erklärt. Als sieg- und punktloser Letzter hinter den Niederlanden, Japan und Dänemark hatte Kamerun in der Gruppe E maßlos enttäuscht. Laut kicker hat sich Matthäus in Telefonaten mit Kameruns Fußball-Verbandschef Mohammed Iya grundsätzlich auf eine Zusammenarbeit mit den “unzähmbaren Löwen” geeinigt. Es fehle nun lediglich die Unterschrift. “Ich sage dazu gar nichts”, zitierte das Blatt den 49-jährigen Ex-Internationalen, der zuletzt bis Sommer 2009 als Coach bei Maccabi Netanja in Israel beschäftigt war. Matthäus würde bei seinem neuen Job auch die Unterstützung von Franz Beckenbauer bekommen, der dem Verband Kameruns beratend zur Seite steht.
Drei Tage nach dem WM-Aus ist Mexikos Fußball-Nationaltrainer Javier Aguirre zurückgetreten. “Ich bin verantwortlich dafür”, sagte der 51-Jährige am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt. Aguirre war bereits der vierte Trainer der Mexikaner in vier Jahren. Die hoch gehandelten Mexikaner hatten im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 1:3 gegen Argentinien verloren. Die erhoffte Revanche gegen Argentinien, das schon im WM-Achtelfinale von 2006 gesiegt hatte, glückte nicht. Aguirres Mannschaft schied somit zum fünften Mal nacheinander in der ersten K.o.-Runde aus. Wer dem in Mexiko umstrittenen Trainer nachfolgt, ist offen.
Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hat den Fußballern seines Landes als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden bei der WM internationale Abstinenz verordnet. Die nächsten beiden Jahre darf die Elf des westafrikanischen Landes nach dem Willen des Staatschefs keine Länderspiele mehr absolvieren. In dieser Zeit müsse die Arbeit des Fußball-Verbandes neu organisiert werden, begründete Präsidenten-Berater Ima Niboro die Haltung Jonathans. Nigeria war bereits in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Südafrika ausgeschieden.
Die größte Energie-Gewerkschaft Südafrikas droht zum WM-Halbfinale mit Streik, nachdem der Strom-Monopolist des Landes Lohnforderungen zurückgewiesen hat. Die Nationale Gewerkschaft der Minenarbeiter, die nach eigenen Angaben zwei Drittel der 30.000 Angestellten der Energie-Gesellschaft Eskom vertritt, kündigte am Mittwoch den Ausstand für nächste Woche an. Einen genauen Tag teilten die Gewerkschafter nicht mit.





